Vor allem, wenn man noch jung ist und die Haut augenscheinlich noch viel verzeiht, ist die gründliche Reinigung der Gesichtshaut – auch Cleansing genannt – ein Punkt in der Hautpflegeroutine, den man hin und wieder gerne mal vernachlässigt. Nach der Partynacht schnell ins Bett fallen – selbst ich, die es eigentlich besser wissen müsste, habe da die eine oder andere Erinnerung daran. Nach dem Aufwachen kann man das ja in aller Ruhe nachholen. Leider ist das nicht so einfach und ein wirklicher Stress für die Haut. Warum?
Wenn man die Haut abends nicht abreinigt
Über den Tag hinweg sammeln sich u.a. Schadstoffe auf der Haut an. Dazu gehören Feinstaub und Stickstoffoxid, die durch Fahrzeuge und durch die Industrie in die Umwelt gelangen. Sie können die Haut reizen und oxidativen Stress erzeugen. Das kann zum Beispiel entzündliche Prozesse in der Haut fördern und die Haut auch schneller altern lassen.
Auch Make-up-Rückstände sind nichts Gutes für die Haut. Sie können sich mit dem hauteigenen Sebum verbinden und damit die Poren verstopfen.
Gerade für Haut, die bereits aus ihrem natürlichen Gleichgewicht gekommen ist – etwa empfindliche Haut oder unreine Haut – ist dies eine große Belastung und kann die Haut weiter irritieren und den Hautzustand verschlimmern. Und das ist altersunabhängig!
Mit der Zeit und wenn man die Reinigung immer wieder vernachlässigt, können diese Schadstoff- und Make-up-Rückstände auch zu einer Hyperpigmentierung führen. D.h. die Haut wird fleckig, der Hautton ungleichmäßig.
Damit sich die Haut in der Nacht gut erholen kann
In der Nacht beginnt für die Haut eine wichtige Regenerationsphase, in der sie sich von den Strapazen des Alltags erholt. So ist die Zellerneuerung der Haut in der Nacht am produktivsten und auch die Kollagenproduktion. Die Haut wird nachts besser durchblutet, was die Entgiftung der Haut fördert. Es liegt also nahe, diese Prozesse nicht zu behindern, sondern alles zu tun, um die Haut dabei zu unterstützen, sich gut zu regenerieren. Die abendliche Reinigung der Haut schafft dafür die ideale Grundlage.
Cleansing – darauf sollten Sie achten
1. Verwenden Sie immer einen Cleanser, der zu Ihrem Hautzustand passt. Eine Reinigung für empfindliche Haut sollte beispielsweise keine Duftstoffe enthalten, eine Reinigung für fettige oder unreine Haut keine komedogenen Öle, die Poren verstopfen können.
Den eigenen Hautzustand bestimmen
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welchen Hautzustand Sie haben, dann nutzen Sie unseren Pflege-Guide Skin Solutions. Hier erklären wir Ihnen die verschiedenen Hautzustände und Sie finden über den Guide auch Produkte, die eine perfekte Pflegeroutine für Ihren Hautzustand ergeben.
2. Augen-Make-up ist häufig sehr schwer zu entfernen. Und die Partie um die Augen ist auch sehr empfindlich. Verwenden Sie deshalb spezifische Augen-Make-up-Entferner und nicht Ihr Gesichtsreinigungsprodukt. Augen-Make-up-Entferner sind sanft formuliert und lösen effektiv hartnäckige Make-Up-Rückstände, wie zum Beispiel wasserfeste Mascara.
3. Verwenden Sie einen Waschlappen oder ein Waschtuch zum Abnehmen der Reinigung? Dann sollten Sie diese häufig wechseln. Vor allem, wenn Sie unter Unreinheiten oder sensibler Haut leiden. Dann ist es sogar angeraten, sie täglich zu wechseln. Gerne sammeln sich darin nämlich Mikroorganismen, wie Pilze und Bakterien an, die Ihre Haut zusätzlich irritieren und reizen können.
4. Falls Sie es nicht schon tun: ergänzen Sie Ihr Reinigungsritual um einen Toner. Er entfernt etwaige Rückstände des Cleansers und bereitet die Haut perfekt auf die nachfolgende Hautpflege vor.
5. Bei unreiner oder fettiger Haut sollten Sie Ihre Haut mindestens morgens und abends, idealerweise mehrmals am Tag mit einem Cleanser reinigen. Bei allen anderen Hautzuständen reicht es in der Regel, die Haut abends gründlich mit einem Reinigungsprodukt zu reinigen und morgens lediglich mit lauwarmem Wasser, bevor Sie Ihre Tagespflege auftragen.
Ihre Verena Eckstein