Glycerin, häufig auch als Glycerol bezeichnet, ist kein neuer oder superhipper Wirkstoff. Aber einer, der sich schon seit vielen Jahren in kosmetischen Produkten bewährt hat. Er ist quasi ein „Hidden Champion“, der im Stillen seinen Job macht und das richtig gut.
Glycerin besitzt eine dickflüssige Konsistenz, ist geruchlos, farblos und chemisch gesehen ein Zuckeralkohol. Deshalb wird es zum Beispiel auch gerne als Süßungsmittel in der Lebensmittelindustrie verwendet.
Wie viele andere Wirkstoffe – etwa Kollagen oder Hyaluronsäure – kommt auch Glycerin im menschlichen Körper vor. Dort ist es unter anderem Teil des Energiestoffwechsels.
Glycerin, der Feuchtigkeits-Hero
Was uns Hautpflegeexpert*innen so gut an Glycerin gefällt, ist seine Fähigkeit, Wasser zu binden und wieder abzugeben. Deshalb ist Glycerin ein tolles Feuchthaltemittel und man findet es vor allem im Pflegeprodukten für trockene, „durstige“ Haut. Dermatologisch betrachtet handelt es sich bei Glycerin deshalb um ein sogenanntes Humectant.
Glycerin wirkt in der obersten Hautschicht, es zieht Feuchtigkeit aus seiner Umgebung an und gibt sie kontinuierlich wieder ab. Meist ist die Feuchtigkeit aber schon im Pflegeprodukt selbst enthalten. Von Glycerin gebunden gelangt sie dann in die Haut. Auf diese Weise durchfeuchtet Glycerin die Haut und sorgt dafür, dass sich die Feuchtigkeit auch länger in der Haut hält. Der Vorteil: die Haut spannt nicht (mehr), kleine Fältchen werden abgemildert, die Elastizität nimmt zu und die Haut wirkt frischer. Wie es sich anfühlt? Hier findest du unsere Pflegeprodukte mit Glycerin. Probiere es aus!
Fun Fact: Glycerin-Wasser-Mischungen können bei –196,15 Grad Celsius erstarren und einen glasartigen Zustand annehmen.
Wie Glycerin gewonnen wird
Glycerin steckt chemisch gebunden in tierischen Fetten, wie Rinder- und Schweinefett oder in pflanzlichen Ölen, wie Palmöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl. Dabei handelt es sich um eine Verbindung von Fettsäuren und Glycerin. Durch das chemische Verfahren der Hydrolyse, also indem Wasser als Reaktionspartner eingebracht wird, kann die Verbindung gelöst werden - Fettsäuren und Glycerin werden aufgespalten.
Auch synthetisch kann Glycerin hergestellt werden, etwa durch petrochemische Prozesse, die auf fossilen Rohstoffen basieren oder auch durch natürliche Prozesse, bei denen Glycerin zum Beispiel als Nebenprodukt der Biodieselproduktion entsteht.
In Kosmetika wird vor allem Glycerin aus Pflanzen verwendet, da dieses Glycerin zum einen vegan ist und zum anderen sehr nachhaltig gewonnen werden kann. Das sind wichtige Argumente, die heute bei vielen Verbraucher*innen zur Kaufentscheidung beitragen.
Auch wir bei Doctor Eckstein® verwenden Glycerin aus Pflanzen und das in pharmazeutischer Qualität. Diese Qualität entspricht den höchsten Reinheits- und Sicherheitsstandards, da sie den strengen Vorgaben für den Einsatz in Arzneimitteln genügen muss.
Glycerin-Forschung
In-vitro-Studien der letzten Jahre geben Hinweise auf viele weitere Benefits, die Glycerin für unsere Haut haben könnte und die den Einsatz dieses hochwertigen kosmetischen Inhaltsstoffes noch attraktiver machen.
Wie du siehst, sind auch altbewährte Wirkstoffe stets für neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Überraschungen gut.
Deine Verena Eckstein
Wissenschaftliche Literatur:
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